„Das zahlt doch die Firma!“

Wer hat diesen Satz nicht schon mal gehört? Viele Arbeitnehmer denken so und ich habe mich selber auch schon dabei erwischt, dass ich das gesagt oder zumindest gedacht habe.

Aber woher kommt das? Warum steht bei Arbeitnehmern der Erfolg ihres Unternehmens nicht im Fokus ihres Handelns? Zumindest nicht immer. Ich denke, dass es den meisten klar ist, dass es u. a. die Ertragskraft ihres Unternehmens ist, die ihren Arbeitsplatz sichert. Und trotzdem treffen sie Entscheidungen anders, wenn der Arbeitgeber und nicht sie selber für die Kosten aufkommt. Warum?

Die erste Frage, die sich stellt, ist: Wer ist denn diese Firma, die die Kosten übernimmt? Es klingt, als sei das etwas Abstraktes und nicht Greifbares. Es macht den Eindruck einer gedanklichen Trennung zwischen der eigenen Person und dem Unternehmen. Auf jeden Fall drückt der Satz keine enge Verbindung zum Unternehmen aus.

Und dann frage ich mich, warum ein Mitarbeiter leichtfertiger Geld ausgibt, nur weil es „die Firma zahlt“. Was müsste passieren, damit jeder Mitarbeiter eines Unternehmens dort so sehr auf die Kosten achtet, wie er es tut, wenn es seinen eigenen Geldbeutel beträfe? Für mich steckt die Antwort bereits in der Frage.

Am einfachsten wäre es jetzt, jeden für unnötige und übermäßige Ausgaben zu bestrafen. So wird es in vielen Fällen auch gehandhabt.  Das passiert am liebsten über ein System von Antrag und Genehmigung. Das produziert allerdings schon in der Planung und erst recht in der Umsetzung solche Kosten, dass sich so eine Vorgehensweise beim genauen Hinsehen nicht rechnet. Zudem führt jedes Kontrollsystem zu unfassbarer Kreativität der Mitarbeiter, um genau dieses zu umgehen. Auch dabei werden wieder kostbare Ressourcen verschwendet und das Ziel wird oft nicht erreicht.

Neben dem offensichtlichen Weg gibt es natürlich noch einen mutigen. Leider verlangt dieser Weg nicht nur Mut, sondern auch Konsequenz, denn er erfordert ein ganzes Bündel an Maßnahmen. In der Frage steckt also schon die Antwort – und zwar müsste es den eigenen Geldbeutel betreffen. Wie das aussehen muss, damit es allen Beteiligten einen Vorteil bringt, werde ich in einem getrennten Artikel erläutern.

Wer hat spannende Bücher gelesen?

Es gibt so viele spannende und lesenswerte Bücher aus den Themengebieten Führung, persönliche Entwicklung, Unternehmensorganisation. Ich lese gerne und habe noch einen Stapel ungelesener Bücher hier liegen. Allerdings bin ich damit nicht alleine.

Ich lese mir auch gern Buchempfehlungen von anderen Interessierten durch. Auf die Art bin ich schon auf einige gute Bücher gestoßen. Amazon hilft mir dabei kaum. Eher stöbere ich in kleinen Buchhandlungen. Dort liegen häufiger Bücher aus, die Empfehlungen der Mitarbeiter sind.

Aufruf

Um diese Rubrik lebendiger zu machen, rufe ich alle fleißigen Bücherleser dazu auf, eigene Beiträge zu schreiben. Welche Bücher haben so inspiriert, dass es die Welt wissen muss? Oder gibt es ein Buch, bei dem die eigene Meinung von dem abweicht, wie es sonst besprochen wird?

Ich freue mich über eine große Vielfalt.

Dieses Buch hat mich sehr in meinem Denken beeinflusst

Stephen R. Covey: Die 7 Wege zur Effektivität, 2005, GABAL, 24,90€

Als ich vor vielen Jahren begann, Bücher über Arbeit, Persönlichkeit und Effektivität zu lesen, wurde mir dieses beeindruckende Buch geschenkt, das zu den meistverkauften dieser Kategorie gehört.

Der Autor:

Stephen R. Covey wurde am 14. Oktober 1932 in Salt Lake City, Utah, USA geboren. Er starb am 16. Juli 2012 an den Folgen eines Fahrradunfalls in Idaho Falls, Idaho. Er hat viele Selbsthilfebücher und religiöse Werke geschaffen.

Inhalt:

Die 7 Wege beruhen auf unterschiedlichen Quellen. So führt er zum Beispiel das Eisenhower-Prinzip auf, bei dem die Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit unterschieden werden.  Insgesamt 7 solcher Wege führen laut Covey dazu, dass jeder einzelne mehr im Leben, Beruf oder Privatbereich schafft und damit glücklicher und zufriedener ist.

Meine Wertung:

Standardwerk trifft es wohl am besten. Das Buch ist sowohl für diejenigen, die zum ersten Mal so ein Buch lesen als auch für alte Hasen ein absolutes Muss. So kompakt und leicht lesbar fasst nach meiner Kenntnis kein anderes Buch die Methoden der Selbstorganisation zusammen.